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Cannabis für alle! 

Es ist an der Zeit

Null. Das ist die Zahl der Personen, die durch eine Überdosis Cannabis weltweit in den letzten 100 Jahren ums Leben gekommen sind. Dem stehen drei Millionen Tote durch Alkohol gegenüber – pro Jahr. An diesem Vergleich sieht man schon, wie irrsinnig die bis heute so scharf geahndete Prohibition des Cannabis ist. Umso unverständlicher wird es, wenn man folgendes bedenkt: Ein Cannabis-Konsum in Maßen ist der Gesundheit durchaus förderlich. Alkohol hat dagegen auch in kleinen Dosen eine ungesunde Wirkung auf den menschlichen Körper. Zwar wollen auch wir nicht die negativen Folgen von übermäßigem Cannabis-Konsum ignorieren und schönreden. Aber im Vergleich zur Volksdroge Nr.1, dem Alkohol, steht das Cannabis immer besser dar.

Immerhin: Die Verteufelung des Cannabis und die Suche nach immer neuen Argumenten gegen das milde, traditionelle Rausch- und Beruhigungsmittel hat einen Nebeneffekt: Cannabis gehört inzwischen wohl zu den am besten erforschten Naturstoffen, die es gibt. Zwar werden dabei auch immer wieder Forschungsergebnisse veröffentlicht, die den Hanf-Extrakt im schlechten Licht dastehen lassen wollen. In Summe sind die Ergebnisse aber dann doch eher schlecht für die Anti-Cannabis-Apologeten: Es zeigt sich, dass Hanf und seine aus ihm gewonnenen Naturstoffe enormes Heilungspotential für zahlreiche Anwendungsfälle besitzen. Das beginnt schon mit dem Offenkundigem: „Kiffen“ macht erst „high“ und löst einen Euphorie – dem so genannten „Lachflash“ aus. Dann folgt aber ein Heißhunger, vor allem auf alles, was dick macht. Pizza, Nudeln, Kekse, Schokolade und all die anderen Kalorienbomben sind nach einem Joint schlicht chancenlos. Warum also Krebskranken, Magersüchtigen oder Hospitz-Insassen über das Cannabis nicht die dringend benötigten Kalorien oder wenigstens etwas Lebensfreude zukommen lassen?

Die Antwort liegt im Verborgenen. Das Verbot des Cannabis ist ein Politikum, das sich immer noch an längst widerlegten Behauptungen klammert. Weder ist Cannabis eine „Einstiegsdroge“ noch hat es echtes, körperliches Suchtpotential. Wenn etwas den Namen „Einstiegsdroge“ verdient, dann ist es der Alkohol. Zwar gibt es tatsächlich beim übermäßigen Konsum einige bedenkliche Folgen: Die verminderte Reizreaktion, die charakterliche Veränderung oder die Apathie wollen auch wir nicht schönreden. Doch alles, was man über das gesunde Maß hinaus konsumiert, hat schädliche Auswirkungen. Das gilt auch für das Fernsehen, Computerspiele und sogar für Sport und vegane Ernährung.

Wir wollen über Cannabis nach dem heutigen Stand der Kenntnisse aufklären und für seine Liberalisierung werben. Es ist erwiesen, dass der Nutzen von Cannabis und seiner Nebenprodukte sehr viel höher ist, als seine gesundheitlichen Risiken. Lesen Sie auf unseren Seiten deshalb alles, was Sie schon immer über Cannabis wissen wollten.

Was ist Cannabis?

Cannabis ist der lateinische Name für die Hanf-Pflanze. Seine wortgleiche Verwendung für das Rauschmittel ist nicht ganz zutreffend: Die Substanz, welches aus dem Harz der Hanfpflanze zum Zweck der Berauschung gewonnen wird, ist das Marihuana. Ein anderer Name für Marihuana ist das „Haschisch“.

Die Hanfpflanze ist ein zweigeschlechtliches Strauchgewächs. Sie wird bis zu 2,50 m hoch. Der Hanf gilt als die älteste Kulturpflanze der Welt. Hanfsamen und Hanfprodukte wurden schon in Gräbern gefunden, die tausende von Jahren alt sind. Das Besondere am Hanf ist seine Vielseitigkeit. Praktisch die ganze Pflanze hat für den Menschen einen Nutzen. Ernährungstechnisch ist am Hanf besonders interessant, dass er sehr proteinreich ist. Das macht ihn für eine fleischlose oder zumindest Fleisch reduzierte Ernährung sehr interessant. Außerdem eignet er sich dadurch gut als Kraftfutter für Zuchtvieh.

Aus Hanf lassen sich auch Alltagsgegenstände wie Taschen oder Kleidung flechten. Tatsächlich war der Hanf als Vorläufer von Leinen in der Urzeit der gebräuchlichste Lieferant für Textilrohstoffe. Lange bevor die Baumwolle entdeckt und für die Kleidung gezielt gezüchtet wurde, war die Kleidung aus Hanf üblich.

Darüber hinaus bietet der Hanf zahlreiche Möglichkeiten der wirtschaftlichen Verwendung. Auch heute noch ist er für viele moderne Anwendungen die allererste Wahl. So hat man beispielsweise festgestellt, dass Platten aus gepresstem Hanf ein ganz hervorragendes Isoliermaterial ergeben. Der Dämmwert der traditionsreichen Kulturpflanze ist sogar höher als der von einer Styroporplatte gleicher Stärke. Das hat vor allem ökologische und brandschutztechnische Vorteile: Die Styroporplatte ist spätestens seit dem Brand des Grenfell Towers in London als Dämmstoff praktisch vom Markt gedrängt worden. Hinzu kommt, dass Styropor in der Entsorgung ausgesprochen problematisch ist. Ausgediente Dämmplatten aus Hanf sind hingegen so ökologisch rein, dass sie problemlos verbrannt oder sogar kompostiert werden können.

Die berauschende Wirkung des Hanfs wurde mutmaßlich zufällig bei seiner Verwendung als Brennstoff entdeckt. Ein Lagerfeuer aus getrocknetem Hanf dürfte bei den Urmenschen für sehr interessante Erfahrungen gesorgt haben, so dass gezielt nach der Ursache dieser Wirkung geforscht wurde. Verantwortlich für die Freisetzung der berauschenden Schwaden ist das Harz des Hanfs. Die größte Konzentration dieses Harzes befindet sich entlang der Blüten des weiblichen Hanfstrauchs. Dieser wird gesammelt, gepresst und getrocknet. Daraus entsteht das Haschisch bzw. das Marihuana.

Bis zu seiner vollständigen Prohibition im Jahr 1951 war Haschisch bereits durch den „Marihuana Tax Act“ nur unter erschwerten Bedingungen erhältlich. Der internationale Druck durch die USA machte es im Nachgang möglich, alle verbündeten Länder ebenfalls zum Einführen strikter Anti-Marihuana-Gesetze zu zwingen. Inzwischen sind die USA in großen Teilen wieder von der rigiden Prohibition abgerückt. Die einstmals in das Haschisch-Verbot gedrängten Länder tun sich aber bis heute teilweise sehr schwer damit, sich von dieser Gesetzgebung wieder zu lösen. Allen voran ist Deutschland nach wie vor ein Land, in dem der Anbau, der Handel und der Konsum von Haschisch nur äußerst schwierig auf legalem Weg durchführbar sind. Das führt zu der etwas schizophrenen Situation von heute: Die einstigen Vorreiter des Haschisch-Banns verdienen Milliarden Dollar an Steuergeldern mit der Marihuana-Industrie. In den Bündnisländern wird hingegen teilweise der kleinste Besitz von Haschisch mit drakonischen Strafen belegt. Vor allem in den südasiatischen Ländern wie Borneo, Philippinen oder Thailand kann der Besitz von Haschisch auch heute noch durchaus zu lebenslanger Haft oder sogar zum Strang führen.

 

CBD und THC

Die in vielen Ländern noch sehr rigide Verfolgung von Marihuana Produzenten und Konsumenten wird umso unverständlicher, wenn man sich die Benefits der Hauptwirkstoffe ansieht. Die Wirkung von THC wurde schon beschrieben: Euphorisierend, beruhigend und enorm Appetit anregend – und das Ganze weitestgehend ohne Nebenwirkungen. Dem stehen die Wirkungen des Alkoholes geradezu beschämend gegenüber: Aggressionsfördernd, extrem aphrodisierend, äußerst schädlich für Leber und Gehirn – man fragt sich wirklich, warum der Alkohol dermaßen akzeptiert und das Marihuana dermaßen verfolgt wird. Vergleicht man die Vergewaltigungsfälle, die unter Einfluss von Marihuana oder Alkohol begangen wurden, wird das Bild sich den eingangs erwähnten Todesfällen ähneln. Ein Marihuana-Rausch eignet sich ganz einfach nicht für einen sexuellen Übergriff – zumindest nicht aktiv. Seitens des Opfers ist die Fähigkeit zur Gegenwehr unter Marihuana-Einfluss natürlich erheblich gedämpft, soviel Wahrheit muss schon gesagt sein. Weitere Informationen zum Unterschied zwischen CBD und THC finden Sie unter: https://www.cannamuse.de/

 

Dennoch: Unter dem Strich bleiben zahlreiche therapeutische Effekte, die mit dem Konsum von Cannabis erreicht werden können. Verantwortlich dafür sind die „Cannabidoide“. Das sind ätherische Öle, welche über Botenstoffe an ganz bestimmte Rezeptoren im menschlichen Nervensystem andocken und unterschiedliche Wirkungen auslösen können. Die Cannabis-Pflanze hat eine ganze Reihe dieser Öle. Die bekanntesten sind das THC, das CBD und das CBG.

 

Das THC ist das Cannabidoid, welches für den berauschenden Zustand verantwortlich ist. Darüber hinaus kann es aber noch mehr: Das „Tetrahydrocannabinol“ löst nachgewiesenermaßen folgende Reaktionen im Körper aus:

  • Linderung des Schmerzempfindens
  • Beruhigung und Dämpfung der Wahrnehmung
  • Auslösen einer Euphorie
  • Extrem Anregung des Appetits

 

Beim CBD sind viele genau gegenteilige Effekte inzwischen nachgewiesen:

  • Kaum berauschend
  • Appetit senkend
  • Anregend

 

Darüber hinaus wirkt Cannabisöl auch entzündungshemmend und krampflösend. Die Erforschung dieser beiden Stoffe ist im vollen Gange. Vor allem beim CBD wurden in letzter Zeit sehr große Fortschritte gemacht und neue Erkenntnisse erzielt. Was die Heilkraft angeht, scheint es das potentere Mittel in einer breiteren Anwendbarkeit zu sein. Beim THC ist die Wirkung hingegen sehr spezifisch. Aber bitte – wer will denn allen Ernstes einem schmerzgeplagten Krebspatienten die lindernde, euphorisierende, beruhigende und dringend benötigte appetitanregende Wirkung von THC verwehren?

 

Nutzen von CBD

Die Wirkung von THC wurde mutmaßlich schon vor tausenden von Jahren festgestellt. Diese Droge eignet sich im besonderen Maße für friedliche, kollektive Kulthandlungen und Rituale. Sie hat daher im Schamanismus und bei Medizinmännern bis heute eine sehr große Tradition. Beim CBD sieht die Sache aber ganz anders aus: Mutmaßungen, dass Cannabis in irgendeiner Weise wirksam gegen Entzündungen sei, gab es schon lange. Schon Hildegard von Bingen züchtete die Cannabis-Pflanze im eigenen Kräutergarten und führte genau Buch über ihre Wirkungen. Betrachtet man sich ihre Empfehlungen zur Anwendung, deckt sich dies mit den heutigen Beobachtungen bei der Einnahme von CBD ÖL. Die Benediktiner-Nonne hat vom Jahr 1098 bis 1179 gelebt. In ihrem berühmten Nachschlagewerk „Liber Simlicis Medicanae“ beschreibt sie die Heilkräfte der Natur. Über das Cannabis berichtet sie folgende Wirkungen:

  • Schmerzstillend
  • Förderlich für die Verdauung
  • Äußerlich lokal wirksam bei Geschwüren und Wunden
  • Schmerzstillend bei rheumatischen Beschwerden
  • Heilfördernd bei Atemwegserkrankungen
  • Schmerzstillend und heilfördernd bei Übelkeit und Magenkrämpfen.

In der Tat liest sich diese Auflistung der Heilwirkungen wie eine Mischung aus den therapeutischen Effekten, die durch THC und CBD zu erwarten sind. Insofern ist es durchaus sinnvoll, dass die beiden Substanzen THC und CBD heute in ihrer Wirkung isoliert voneinander betrachtet werden. Eine gezielte therapeutische Vergabe des einen oder anderen Wirkstoffs ist damit zielführender, als einfach einen Haschisch-Tee aufzusetzen.

CBD wurde von einer Gruppe Chemikern im Jahr 1940 identifiziert und isoliert. Man maß der Entdeckung aber keine große Bedeutung bei. Eine Giftigkeit konnte ausgeschlossen werden, ein Nutzen wurde jedoch damals nicht erkannt.

Es dauerte nochmal 23 Jahre, bis der Chemiker Raphael Mechoulam der Hebräischen Universität in Jerusalem das THC und das CBD getrennt voneinander isolieren und in seinem Aufbau eindeutig bestimmen konnte. Mechoulam hatte damals bereits den Verdacht, dass CBD sehr wohl einen medizinischen Nutzen haben könnte. Nur stand man damals eben noch ganz am Anfang der Forschung. Als Durchbruch gilt bei der CBD-Forschung das Jahr 1973. Hier wurde durch brasilianische Forscher erstmals im Tierversuch nachgewiesen, dass CBD zur Behandlung von Epilepsie angewendet werden kann. Nun kannte die Forschung kein Halten mehr. Heute hat man folgende heiltherapeutische Wirkungen vom CBD weitestgehend als gesichert identifiziert:

  • Angstlösend
  • Anti-Psychotisch
  • Antioxidativ und damit entzündungshemmend
  • Krampflösend

Weitere Wirkungen werden vermutet bzw. gegenwärtig erforscht. Ein sehr interessanter Ansatz geht in die Richtung, es als Ersatzstoff für Methadon zu verwenden. CBD wird diesbezüglich gerade in der Suchttherapie erforscht und hat bereits einige vielversprechende Wirkungen zeigen können.

Darüber hinaus scheint es auch als mildes Antidepressivum anwendbar zu sein. Es gibt zahlreiche Anwenderberichte von Betroffenen, die CBD an Stelle der ärztlich verordneten Antidepressiva einnehmen. Milde Antidepressiva werden häufig als leichte Schlafmittel verordnet. Sie sollen dabei helfen, die „Einschlaf-Schwelle“ leichter zu meistern, indem sie die kreisenden Gedanken im Kopf auf andere Bahnen lenken. Die pharmazeutischen Antidepressiva sind jedoch, bei aller Milde, nie ganz ohne Nebenwirkungen. Gewichtszunahme, schleichendes Suchtpotential oder Benommenheit am nächsten Morgen sind häufig berichtete Folgen der Pharmazeutika. CBD hat nach heutige Stand der Kenntnis nichts von alledem, kann aber eine ähnliche Wirkung entfalten.

In Bezug auf seine gesundheitliche Unbedenklichkeit bestehen beim CBD indes keinerlei Zweifel mehr. Niemand geringeres als die Weltgesundheitsorganisation hat sich dem Stoff angenommen und ihn eingehend erforscht. Man ist sich heute über folgendes beim CBD sicher:

  • CBD macht NICHT abhängig
  • CBD löst KEINEN Rauschzustand aus
  • CBD-Konsum hat KEINE Nebenwirkungen

Das sagt zwar noch nichts über den Nutzen von CBD aus. Aber immerhin: Als gesichert kann festgehalten werden, dass CBD keinen Schaden verursacht. Viele, die es aber versucht haben, sind von seiner Wirksamkeit begeistert und bleiben dabei.

Mehr Informationen zum Thema CBD finden Sie unter:

 https://www.natur-kompendium.com/cbd-oel/

https://www.natur-institut.com/cbd-tropfen/

https://www.oel-cbd.com/

https://www.cannabis-oel.info/

Hier können Sie legal CBD Öl kaufen:

https://www.hanfosan.de/cbd-oel.html

 

 

Nutzen von THC

Beim THC scheiden sich bekanntermaßen die Geister. Viele Anti-Haschisch-Apologeten sehen es nach wie vor als „Einstiegsdroge“ oder als zwangsläufig in eine Sucht führendes Rauschmittel an. Das „Deutsche Ärzteblatt“ ließ sich jüngst zu einer allzu pauschalen Aussage hinreißen, dass „10% aller Erstkonsumenten von Haschisch süchtig werden“.

Hier kann man ruhig mal nachhaken. Haschisch hat ohne Zweifel das Potential für eine psychische Abhängigkeit. Immerhin ist es ein sehr potentes Beruhigungs- und Rauschmittel. Und tatsächlich: Wird der Konsum übertrieben, stellt sich nach einiger Zeit ein Gewöhnungseffekt ein. Um die gleiche Wirkung zu erzielen, muss immer mehr in immer kürzerer Zeit konsumiert werden. Dann kommt es auch schnell zu den bekannten Nebenwirkungen: Verminderte Reaktionsfähigkeit, Apathie, charakterliche Veränderungen – wir wollen diese Wirkungen nicht schön reden. Aber die Nebenwirkungen bei der chronischen Überdosierung von Haschisch sind reversibel. Das bedeutet: Wer sich in einen Entzug begibt und sich vom Haschisch entwöhnt, der wird mit höchster Wahrscheinlichkeit wieder in ein normales, gesundes, geregeltes Leben zurückfinden. Beim Alkohol sieht dies ganz anders aus: Ein Leber- oder Hirnschaden bleibt, ganz egal wie abstinent der Betroffene nach dem Entzug lebt.

Schließlich sollte man sich die 10% „Süchtigen“ – sofern diese Prozentzahl überhaupt zutrifft – auch einmal genauer ansehen. Die Wirkung des THC ist eine eskapistische. Das Leben soll erträglich gemacht und nach Möglichkeit verträumt werden. Verantwortung, vor allem Eigenverantwortung wird von den Haschisch-Abhängigen abgelehnt. Ebenso liegt bei diesen Personen häufig eine psychische Vorerkrankung vor.

Die pauschale Aussage „10 % werden süchtig“ ist deshalb zu kurz gegriffen. Solange nicht genau festgehalten wird, wer tatsächlich in die Haschisch-Abhängigkeit abrutscht, besagt eine solche Zahl gar nichts. Vielmehr kann man von einer ganz anderen Annahme ausgehen: Von den psychisch Vorerkrankten, die sich für Haschisch als Droge entschieden haben, schaffen es mutmaßlich die meisten, nach einer heiltherapeutischen Behandlung in ein gesundes und geregeltes Leben zurück zu finden. Selbst bei Gamern oder Magersüchtigen kann man davon bei Weitem nicht ausgehen – ganz abgesehen von Alkohol- oder Heroinsüchtigen.

Die Verteufelung des THC ist daher auch bei den signifikantesten Fällen fehl am Platz.

Den unbestreitbaren negativen Folgen des übermäßigen Haschischkonsums stehen aber ebenso erwiesenermaßen die vormals beschriebenen positiven Effekte gegenüber. Immerhin kam bei der heiltherapeutischen Verwendung von Haschisch inzwischen Bewegung in die Sache: Sofern eine medizinische Indikation vorliegt, ist der Besitz, der Konsum und selbst der Selbstanbau von THC auch in Deutschland legal.

Geschichte des Cannabis-Verbots

Haschisch bzw. Marihuana war bis in die 1920er eine recht gebräuchliche leichte Rauschdroge. Sie wurde weltweit konsumiert. Besonders beliebt war sie im arabischen und afrikanischen Raum sowie im Süden der USA sowie in Mittelamerika. Die Prohibition des Marihuanas begann im gleichen Zeitraum, in dem auch Alkohol in den USA verboten wurde: Zwischen 1913 und 1933 traten die entsprechenden Gesetze in Kraft und die Produktion und der Ausschank von Alkohol waren in den USA praktisch auf legalem Weg nicht mehr möglich.

 , auch Angesichts der dramatischen Folgen in Bezug auf organisierte Kriminalität und auf den öffentlichen Druck hin, wurde das allgemeine Alkohol-Verbot schließlich wieder aufgegeben. Die Verfolgung aller anderen Drogen wurde hingegen verstärkt. Der USA-weite Bann des Marihuanas trat 1951 durch das „Boggs-Gesetz“ in Kraft. Marihuana wurde in Menge selbst dem Heroin gleichgestellt. Als Ursache für die drakonische Verfolgung des Marihuana werden heute einige Faktoren als gesichert angesehen: Ein grassierender Rassismus gegenüber Farbigen, die Ausnutzung einer gewissen Anti-Drogen Stimmung zur Befeuerung persönlicher Karrieren und eine Konkurrenz der Hanfbauern gegenüber den Waldbesitzern als Zulieferern für die Papierindustrie. Immerhin sollte man eines nicht vergessen: Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung wurde auf Hanfpapier geschrieben.

Dennoch: Bis zur Clinton-Regierung war der Besitz, der Konsum und der Handel mit THC-haltigen Produkten aller Art in den USA strengstens verboten. Im Zuge der unter den Bush-Regierungen propagierten „Zero Tolerance“ Politik und der Privatisierung der Gefängnisse wurden auch in den USA Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz auch bei Haschisch mit drakonischen Strafen belegt. Der Verdacht liegt nahe, dass sich hier eine unheilige Melange aus privater Gefängnislobby und Politik gebildet hat, die vor allem das Ziel verfolgt, möglichst viele Insassen zu generieren.

 

Rechtliche Situation heute

In Deutschland und dem restlichen Europa, außer der Schweiz und der Niederlande, tut man sich nach wie vor mit einer Liberalisierung des Cannabis sehr schwer. Es gibt immer wieder Vorstöße und Gesetzesänderungen, welche die Situation minimal entschärfen. Der große Durchbruch bleibt aber nach wie vor aus: Haschisch gilt nach wie vor als Droge, die „verbotspflichtig“ und „potentiell gefährlich“ bleibt – während der Alkohol unangetastet bleibt. Immerhin ist der Gebrauch von Haschisch für medizinische Zwecke legalisiert. Werden Personen aufgegriffen, die Haschisch in geringfügigen Mengen mit sich führen, kann die Staatsanwaltschaft von einer Anklage absehen. Aber darauf sollte man sich tunlichst nicht verlassen. Immerhin kann das Erwischt werden mit Haschisch einen Anfangsverdacht auslösen, der in einer Hausdurchsuchung und einer Observation enden kann.

Beim CBD ist die rechtliche Situation folgende: Die Produktion, der Handel und der Gebrauch sind vollkommen straffrei – sofern der Grenzwert von 0,2% im CBD-Produkt ( auch CBD Öl mit 10 % und mehr, können unter diesem Wert liegen) nicht überschritten wird. Trotz dieser eigentlich eindeutigen Gesetzgebung sehen sich die CBD-Hersteller immer wieder einer Verfolgung durch Justiz und Polizei ausgesetzt. Dies zeigt einmal mehr, dass die Philosophie der strikten Ablehnung von Haschisch und seinen Folgeprodukten viel mehr Probleme verursacht, als gelöst werden.

In den USA ist die Situation rund um das Cannabis besonders widersprüchlich. Nach Bundesgesetz, also dem Staaten übergreifenden Gesetz, hat sich an der rechtlichen Einstufung von Haschisch nichts geändert. Cannabis ist und bleibt eine illegale Droge, deren Besitz, Anbau, Konsum und Handel unter Strafe gestellt ist. Einzelne Staaten jedoch, beispielsweise Colorado oder Kalifornien, haben den Umgang mit Cannabis-Produkten weitestgehend liberalisiert. Innerhalb dieser Staaten können sich die Bürger daher weitestgehend frei mit Haschisch versorgen – beim Passieren über die nächste Staatsgrenze kann aber die prompte Verhaftung folgen.

 

Cannabis-Boom in den USA und Kanada

In den Staaten, in denen das Cannabis legalisiert wurde, kam es aber zu so etwas wie einem wirtschaftlichen Urknall. Die Hersteller und Händler konnten einen Wachstumsrekord nach dem anderen verzeichnen. Abermilliarden Dollar wurden verdient und entsprechend viele Steuergelder generiert. Das macht das strikte Verbot in anderen Staaten und Nationen umso unverständlicher: Mit Marihuana lässt sich nachweislich ein Haushalt sanieren. Inzwischen ist Haschisch schon elf der 50 amerikanischen Bundesstaaten für Bürger über 21 Jahren legal erwerbbar. Teilweise ist die Menge noch auf 30 Gramm pro Person beschränkt. Dies kann aber als tolerabler Wert angesehen werden. Dreißig Gramm Marihuana wollen erst einmal konsumiert werden.

Insgesamt scheint aber ein Trend feststellbar zu sein: Die Liberalisierung des Cannabis kommt, weil sie kommen muss. Die Bevölkerungen der einzelnen Nationen ist es nicht mehr zu vermitteln, weshalb dieses vergleichsweise milde Rauschmittel mit derart hoher Bestrafung belegt ist. Der gesundheitliche Nutzen der Cannabis-Produkte ist heute schon ohne Zweifel. Es bleibt daher zu hoffen, dass es auch in Europa endlich zu einem Umdenken kommt und das Hanf ganz einfach frei gegeben wird. Letzten Endes wird es auch unserer Staatskasse nur guttun können.